BERLIN / LÜNEBURG. Der Bund unterstützt die Pläne der Hansestadt Lüneburg zur Kapazitätserweiterung ihrer Frauenhausplätze mit 513.000 Euro. Das Geld stammt aus dem Bundesinvestitionsprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“. Im Rahmen eines sogenannten „Second-Stage-Projekts“ sollen zwei Wohnungen mit 4-6 Zimmern angekauft werden, in denen Frauen mit Gewalterfahrungen in einer Übergangszeit von 6-9 Monaten begleitend bei Wohnungssuche und Existenzaufbau unterstützt werden.

„Ziel dieser Maßnahme ist es, die Verweildauer der von Gewalt betroffenen Frauen im Frauenhaus zu reduzieren und gleichzeitig eine engere und nachhaltigere Begleitung in eine gewaltfreie Zukunft zu ermöglichen. Dies geschieht durch eine zusätzliche Begleitung des Übergangs in eigenständiges Wohnen, psychosoziale Beratung und Anbindung an lokale Hilfssysteme und soziale Netzwerke“, erläutert der CDU-Bundestagsabgeordnete für Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, Eckhard Pols.

Die mit der Maßnahme geschaffenen Plätze sollen vorrangig das eigentliche Frauenhaus entlasten, da Frauen häufig auch nach Ende der Bedrohungslage im Frauenhaus verweilen, weil sie keine reguläre Unterkunft finden. „Kapazitäten im Frauenhaus frei zu machen für akut von Gewalt bedrohten Frauen und die Frauen, welche sich in der „Second Stage“ befinden, individuell auf ein selbstbestimmtes Leben nach Verlassen der Einrichtung vorzubereiten, ist im höchsten Maße sinnvoll und ich freue mich, dass wir hierfür Bundesmittel in beachtenswerter Höhe zur Verfügung stellen können“, erklärt Pols.

Quelle: 513.000 Euro Bundesförderung für neue Frauenhausplätze (lueneburgheute.de)